BrittanyMaynard

Bild/Pic: AP / Maynard Family / Keystone

Sterben in Würde:

Brittany Maynard ist tot

 

Am Samstag hat Brittany Maynard ihre Ankündigung wahr gemacht und sich das Leben genommen. Die 29-jährige, die an einem unheilbaren Gehirntumor erkrankt war und aufgrund des Death with Dignity Act nach Oregon gezogen war,, ist zu Hause in den Armen ihres Mannes gestorben. Sie postete eine letzte Nachricht auf Facebook und schlief dann friedlich ein.

 

Was in Oregon unter dem Death with Dignity Act erlaubt ist, ist in vielen anderen amerikanischen Bundesstaaten und Ländern dieser Welt verboten: Sich selbst das Leben zu nehmen, um in Würde zu sterben. Aber wer hat das zu entscheiden?

 

Wohl kaum jemand, der nicht schon einmal selbst eine solche Situation erlebt hat, sei es durch eine solch schreckliche Diagnose selbst oder durch einen dahinsiechenden Angehörigen kann nachvollziehen, was da in einem Menschen vorgeht. Leider maßen sich immer noch viel zu viele an, dies beurteilen zu können und schwingen große Reden von Hoffnung, nicht aufgeben und Vertrauen in Gott und die Medizin. Nur ist es so, dass Hoffnung noch keine tödliche Krankheit geheilt und Durchhaltevermögen noch niemanden hat gesunden lassen und auch der Medizin sind Grenzen gesetzt. Einmal an diesem Punkt angekommen geht es auch nicht mehr um religiöse Ansichten, an diesem Punkt steht der Mensch dann ganz allein da und niemand kann ihm diese schwere Bürde abnehmen, erleichtern oder sich gar anmaßen eine Entscheidung treffen zu wollen.

 

So traurig, wie diese Geschichte auch sein mag, ich bewundere den Mut dieser jungen Frau zutiefst. Den Mut eine Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung aus einem Verantwortungsgefühl heraus. Verantwortung gegenüber ihren Lieben und denen, die zurückbleiben werden. Oder glaubt wirklich irgendjemand, dass es einfacher, besser oder leichter wäre, einem geliebten Menschen wochenlang oder gar monatelang beim Sterben zuzusehen?

 

Das Recht diese Entscheidung zu treffen, in Würde zu sterben, dieses Recht sollte jeder haben! Dies ist kein Aufruf zur Sterbehilfe oder gar für andere aktiv einzugreifen aber, sobald die Medizin nicht mehr heilen oder helfen kann, in diesem Augenblick sollte jeder Mensch eine Entscheidung für sich treffen dürfen.

 

Death with Dignity:

Brittany Maynard died as she announced

 

On Saturday Brittany Maynard did as she intended and ended her life. The 29-year old diagnosed with brain cancer, died peacefully in the arms of her husband and loved ones. She left a last message on Facebook closed her eyes a last time.

 

Allowed by Oregon’s Death with Dignity Act, is forbidden in many other American states and countries in this world: to end the own life to die with dignity. But who decides if you have the right to do so?

 

Hardly anybody who wasn’t in such a situation, no matter if receiving such a horrible diagnosis self or by a relative wasting away is able to comprehend what it is like. Unfortunately, way too many assume the right to prejudge this and to talk big about hope, not giving up and trust in god or the medicine. Only that it is that no hope has ever healed a terminal illness and also perseverance never cured anyone. There is also a limit to medicine. Reaching that point, it is no longer about religious views, at this point you are all on your own and nobody can take that burden off, ease it or even assume to have the right to make a decision.

 

As sad as this story might be, I admire this young women for being so courageous. To be courageous enough to make a decision. A decision out of a sense of responsibility. Towards her loved ones and those who are left. Or is there anybody who really believes that it is easier, better or more comfortable to watch a loved one dying over a period of weeks or months?

 

Anybody should have the right to make that decision, to die with dignity! This is no call for euthanasia no matter if active or passive, but when that moment comes that medicine can’t heal or help anymore, that is the moment where everybody should have the right to decide for himself.