Depression

Good Days

Depression

Depressionen – Die Realität

 

Leider werden Depressionen in der heutigen Gesellschaft kaum als echte Krankheit anerkannt. Menschen, die zugeben, darunter zu leiden, gelten als schwach, dem Leben nicht gewachsen und labil. Dem ist keineswegs so. Männer leiden daran genauso wie Frauen, wenn nicht sogar noch mehr, denn der Mann muss ja das starke Geschlecht sein. Junge Menschen kann es genauso treffen, wie ältere.

Laut einer Studie erkrankt jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens an einer Depression. Ob dies stimmt, möchte ich hier nicht beurteilen, aber gewiss ist: Es gibt weit mehr Menschen, die darunter leiden, als man annimmt. Das liegt auch daran, dass die Akzeptanz immer noch sehr gering ist.

 

Gerade die Menschen, die es nicht schaffen sich einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen sind besonders gefährdet. Eine unbehandelte Depression kann schlimme Folgen haben, für den Patienten selbst und auch für sein Umfeld.

 

Hier soll es jetzt aber um die gelebte Depression gehen, also, wie Menschen mit dieser Krankheit leben. Auf keinen Fall ist es so, dass jeder, der depressiv ist, Tag ein Tag aus nur auf dem Sofa sitzt, in Tränen versunken und sich kaum noch vor die Tür wagt.

Wie bei vielen anderen Krankheiten auch gibt es diverse Variationen der Krankheit. Gute und schlechte Tage wechseln sich in der Regel ab. Die Abstände sind dabei nicht immer in Tage auszudrücken, oftmals sind es nur Stunden oder gar Minuten. Besonders quälend dabei ist, dass es oftmals gar keinen äußeren Anlass dafür gibt.

 

Das wirklich Gefährliche an dieser Krankheit ist, dass sie sich nicht von heute auf morgen einstellt, sondern schleichend. Oftmals ist es ein langer Prozess von Wochen oder gar Monaten. Anzeichen gibt es dafür viele, doch werden diese sehr gerne mit Stimmungsschwankungen, Launenhaftigkeit und mangelnder Emotionskontrolle abgetan.

Eine Depression hat natürlich immer Auslöser, doch diese zu bestimmen ist nicht immer einfach. Grundsätzlich könnte man sagen, wenn man es denn so vereinfacht ausdrücken wollte, dass immer unverarbeitete, einschneidende Ereignisse eine Basis dafür bilden können. Der Tod eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit, eine Situation, in der der Betroffene sich hilflos fühlte ... all diese Dinge können Grundlage dafür sein.

Dabei ist es vollkommen egal, wie dieser Mensch ansonsten charakterlich gestrickt ist. Gerade die, die das blühende Leben darstellen, das Selbstbewusstsein in Person, können durch ein solch einschneidendes Ereignis schwer getroffen werden.

 

Fakt ist aber auch, dass es Hilfe gibt. Bis dahin ist es oftmals ein schwerer und steiniger Weg, denn niemand möchte sich in unserer heutigen Leistungsgesellschaft eingestehen, dass er mit irgendetwas oder einem Problem nicht alleine klarkommt. Diese Menschen leiden oftmals jahrelang, bis sie den Schritt zum Arzt endlich wagen.

Dabei ist es keine Schande, sich in die Hände eines erfahrenen Therapeuten zu begeben. Eher ist es eine Schwäche dies nicht zu tun und seinem Umfeld zuzumuten, mit den Auswirkungen der Nichtbehandlung umgehen zu müssen.

 

Und alle die, die jetzt immer noch nicht überzeugt sind und dieses Thema einfach abtun wollen, beantworten jetzt bitte einmal Folgendes:

Würdet ihr euch wirklich schämen, wenn man euch eine geladene Schusswaffe ins Gesicht gehalten hätte und ihr Hilfe bräuchtet dieses Erlebnis zu verarbeiten?

 

 

Bad Days

Depression

Depressions – The Reality

 

Unfortunately, depressions are hardly taken serious by today’s society. People admitting suffering from depressions are too often considered to be weak, unable to cope with life and unstable. Far from it. Men do suffer from it and also women. Men even more because in today’s world, men have to be the strong sex. It can strike young people the same as old ones.

According to a study, one in five people get a depression once in a lifetime. I don’t want to assess here if this is true, but one thing is for sure: There are far more people suffering from it as assumed. This is because the acceptance is still very low.

 

Especially people who are not able to admit to oneself that they are in desperate need of help, are particularly vulnerable. An untreated depression might have serious consequences for the patient and also for his environment.

 

Here, it is about the lived depression, meaning how people live with this illness. It is certainly not that everybody who is depressive is sitting on the couch day in, day out, drowned in tears daring to get out of the house.

As many other diseases, there are many varieties of this illness. Good and bad days alternate usually. The intervals can be days, often only hours or even minutes. Especially torturing is the fact that quite often there is no external cause.

 

The real dangerous thing is that this illness don’t develop overnight, but insidious. Often it is a long process lasting for weeks or even months. There are a lot of signs, but those are dismissed gladly as mood changes, arbitrariness and lacking emotion control.

Certainly there are always sign stimuli, but to find those is not an easy task. Generally speaking you’d almost say, if you want to put it that easy, that a not assimilated, dramatic experience can be a base. The death of a loved one, a severe illness, a situation in which the person concerned felt helpless … all those things can be the basis.

It doesn’t matter how this person is to be characterized. Especially those ones who are like blossoming life, self-confidence in person, can be stricken hard by such an experience.

 

But it is a fact that there is help. Up to that point, it is often a hard and rocky path because nobody wants to admit in our today’s achievement-oriented society that he can’t cope with something or isn’t able to deal with a problem on his own. Those people do often suffer for years until they dare to seek help.

Nobody has to be ashamed to place himself into the hands of a experienced therapist. It is more a weakness not to do so and to expect the environment to deal with the impacts of the absence of treatment.

 

And to all who are still not convinced and want to rubbish this topic, please answer following:

Would you be really ashamed of yourself if somebody held a loaded gun in your face and you know needed help to cope with this experience?